Ramon Gschwend
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Sieben Jahre lang prägte Andreas Bolakis den «Schwanen» an der Oberen Bahnhofstrasse in Wil und zuletzt auch das Bistro «Boulevard».
Der Geschäftsführer des Restaurants «Schwanen» und Präsident des Verbands Gastro Wil verlässt die Äbtestadt: Andreas Bolakis verrät, was ihn zu diesem Schritt bewogen hat
Wil Er ist das Gesicht des Restaurants «Schwanen» und des Bistros «Boulevard» in der Wiler Fussgängerzone und präsidiert den Wiler Gastronomieverband Gastro Wil: Andreas Bolakis hat im Spätsommer 2019 die Geschäftsführung des Lokals an der Oberen Bahnhofstrasse 21 übernommen. Nach sieben Jahren will er nun die Stadt Wil per Ende März verlassen. Der Grund für seinen Weggang ist privater Natur, wie der «Schwanen»-Geschäftsführer gegenüber dieser Zeitung verrät. Er verlegt seinen Lebensmittelpunkt künftig in den Thurgau. Dort wird Bolakis im Alterszentrum Park in Frauenfeld die Leitung Hotellerie übernehmen. «Um mich dort auch beruflich einzubringen, habe ich eine neue Herausforderung gesucht», sagt er.
Seit seinem Start im Spätsommer 2019 hat Bolakis den Betrieb an der Oberen Bahnhofstrasse mitgeprägt und weiterentwickelt. In dieser Zeit wurden die Digitalisierung vorangetrieben, Abläufe optimiert und die Gastronomie weiter etabliert. Auch mehrere Auszeichnungen fallen in seine Amtszeit. Besonders sichtbar wurde die Entwicklung mit der Rückkehr des «Schwanen» in den Restaurantführer GaultMillau. Seit 2024 konnte das Restaurant seine Punktzahl jedes Jahr steigern. Die Auszeichnungen seien für ihn vor allem eine Bestätigung der gemeinsamen Arbeit. «Sie machen mich sehr stolz», sagt der Geschäftsführer des Lokals. Gleichzeitig seien das positive Feedback der Gäste, das Engagement der Mitarbeitenden und die konstante Qualität Zeichen dafür, dass das Team gemeinsam ein starkes Fundament geschaffen habe. Deshalb sei nun auch der richtige Zeitpunkt für die Übergabe gekommen. Ein wichtiger Schritt war zudem die Eröffnung des Bistros «Boulevard» im Erdgeschoss Ende 2025. Dahinter stand die Idee, der grossen Nachfrage gerecht zu werden und einen lebendigen Treffpunkt im Wiler Zentrum zu schaffen. Das erste Jahr habe sich deutlich besser entwickelt als erwartet, verrät der Gastronom.
Wer die Geschäftsführung des «Schwanen» ab April übernimmt, ist noch nicht bekannt. Der Verwaltungsrat werde die Nachfolge zu gegebener Zeit kommunizieren, erklärt Bolakis. Er selbst sei guter Dinge, dass eine gute Lösung gefunden werde. Auch für seinen Posten beim Gastronomieverband Gastro Wil ist die Zukunft noch offen. Seit Juni 2024 steht Andreas Bolakis dem Verband als Präsident vor. Über seine Pläne habe er sowohl den Vorstand von Gastro Wil als auch jenen von Gastro St.Gallen bereits informiert. Wer nun das Amt von Bolakis übernehme, müsse nun besprochen werden. Während seiner Amtszeit habe er bei Gastro Wil unter anderem das Netzwerk der Branche stärken können. So sei es gelungen, zahlreiche Sponsoren als Mitglieder zu gewinnen. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit Gastro Toggenburg und Gastro Fürstenland durch gemeinsame Anlässe ausgebaut.
Der Abschied aus Wil fällt Bolakis nicht leicht. Was er am meisten vermissen werde? «Wo soll ich da anfangen?» Die herzliche Aufnahme und die Wertschätzung, die er in der Äbtestadt erfahren habe, seien für ihn besonders wichtig gewesen. «Ich bin unglaublich dankbar dafür, wie herzlich ich hier damals aufgenommen wurde, und werde die grosse Wertschätzung der Wilerinnen und Wiler sehr vermissen.» Trotz des Abschieds blickt Bolakis mit Zuversicht nach vorne. «Ich gehe hier in einem sehr guten Verhältnis und voller Überzeugung, dass den Wilern im ‹Schwanen› eine gute Nachfolgelösung präsentiert wird», sagt er abschliessend.
Linda Bachmann und Lui Eigenmann
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