Ramon Gschwend
fährt in einer 16-tägigen Rallye bis ans Nordkap+.
Tharinda Wijesinghe ist 18 Jahre alt, wohnt in Gähwil und schraubt in seiner Freizeit gerne an Autos. z.V.g.
In der Rubrik Lehrlings-Domino stehen Lernende aus dem Einzugsgebiet der «Wiler Nachrichten» im Fokus. Die Fragen der Redaktion hat diese Woche Tharinda Wijesinghe (18), Lernender im dritten Lehrjahr der Holenstein AG in Wil, beantwortet.
Wil Tharinda Wijesinghe, wie sieht dein Ausbildungsweg aus?
Die Lehre zum Strassentransportfachmann EFZ dauert drei Jahre. Zu Beginn ist man oft in der Werkstatt oder im Umschlag. Dort lernt man alles Wichtige, um die Fahrzeuge: Radwechsel, Servicearbeiten sowie die Vorbereitung für die MFK. Im Umschlag hilft man den Logistikern und lernt den Transportprozess kennen. Im zweiten Jahr fährt man mit einem Ausbilder mit. Sobald man die Lastwagen-Theorie-prüfung erfolgreich absolviert hat, darf man selbst hinter das Steuer – in Begleitung eines Ausbilders. Der Fokus im dritten Lehrjahr liegt auf den praktischen Prüfungen der Kategorien C (LKW) und CE (Anhänger). Anschliessend darf man selbstständig Transporte in der ganzen Schweiz durchführen.
Wie bist du auf diesen Beruf gekommen?
Bereits als Kind durfte ich mit meinem Nachbarn im LKW mitfahren. Die Begeisterung für diese riesigen Fahrzeuge hat sich bis heute gehalten, weshalb ich mich für die Lehre als Strassentransportfachmann EFZ entschieden habe.
Was gefällt dir an deinem jetzigen Lehrbetrieb besonders?
Das Team der Holenstein AG ist sehr familiär. Meine Fragen kann ich jederzeit stellen und alle sind sehr hilfsbereit.
Wie geht es nach deiner Ausbildung weiter? Wie sehen deine beruflichen Ziele aus?
Nach der Lehre möchte ich bei der Holenstein AG bleiben und weiter Lastwagen fahren. Mein Traum ist es, irgendwann auch internationale Transporte ausführen zu dürfen.
Nun verdienst du dein eigenes Geld. Wie teilst du dir das Einkommen ein?
Der grösste Teil meines Lohnes fliesst tatsächlich in mein Auto. Natürlich spare ich aber auch, beispielsweise für Ausflüge mit meinen Kollegen.
Was hat sich in deinem Alltag verändert, seit du deine Ausbildung begonnen hast?
Ich bin viel aktiver geworden. Meine Ausbildung bringt mir viel Bewegung in den Alltag. Da ich bereits alleine Touren mit dem Lieferwagen fahren darf, bin ich auch selbstständiger geworden.
Wo siehst du dich mit 30?
Hoffentlich immer noch als Chauffeur bei der Holenstein AG, dann aber auf internationalen Touren.
Wie bringst du Schule und Beruf unter einen Hut?
Unter der Woche arbeite ich und gehe zur Berufsschule. Am Wochenende stehe ich früh auf und kümmere mich um meine Schulsachen, sodass ich am Abend frei habe.
Wie gehst du mit Druck um?
Ich probiere, mich möglichst nicht stressen zu lassen und da-bei trotzdem effizient zu arbeiten.
Was ist deine grösste Zukunftssorge?
Ich sehe der Zukunft freudig entgegen und nehme sie so, wie sie kommt.
Was machst du als Ausgleich zu deinem Berufsleben?
Ich bin gerne in der Natur, aber auch in der Werkstatt, wo ich mit meinen Kollegen meine Zeit verbringen kann.
Wer ist dein grösstes Vorbild?
Mein Ausbilder, Michael Stillhart. Er war es, der mir diesen Beruf und die Leidenschaft dafür gezeigt hat.
Welches Land möchtest du auf jeden Fall mal kennenlernen?
Norwegen. Skandinavien reizt mich allgemein sehr. Die Natur, die Landschaften und die Menschen interessieren mich.
Welche Firma soll den nächsten Kandidaten nominieren?
Als Nächstes nominiere ich die Scheitlin-Papier AG in Niederuzwil.
mib
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