Walter Gysel
stellt den Chor Mundo Unido im WN-Vereins-Domino vor.
Einige Grüne Mandatsträger- und trägerinnen unterstützen das Projekt nun. ami
Im November haben die Grünen des Kantons St.Gallen die Vorlage zum Landverkauf für das Projekt Wil West abgelehnt. Nun tritt eine Gruppe grüner Mandatsträgerinnen und Mandatsträger aus den Kantonen St.Gallen und Thurgau öffentlich für ein Ja zu Wil West ein.
Wil West Die Kritikpunkte der Grünen St.Gallen und Thurgau bezogen sich in der Vergangenheit vor allem auf die Nachhaltigkeit des Projekts. Sie lehnten deshalb im September 2022 den Sonderkredit für die Ausarbeitung des Projekts ab und verlangten eine inhaltliche Überarbeitung des Konzepts. Nun setzen sich einige Mitglieder der Grünen öffentlich für Wil West ein, darunter auch Michael Sarbach, Luc Kauf und Matthias Loepfe aus dem Wiler Stadtparlament. Als Grund für den Meinungswechsel nennen die Initiantinen und Initianten der «Grünen für Wil West», die umfassende Weiterentwicklung des Projekts: «Aus grüner Sicht entscheidend ist, dass deutlich weniger Boden versiegelt wird, grössere Grün- und Wasserflächen vorgesehen sind, zusätzliche Fruchtfolgeflächen kompensiert werden und verbindliche Nachhaltigkeitsstandards in Bau und Betrieb nach den Vorgaben des SNBS gelten sollen», heisst es in der Medienmit-teilung. Die Gruppe betont, dass diese Weiterentwicklungen auch das Resultat klarer Forderungen der Grünen sind und zeigen, dass konstruktiver Druck zu besseren Lösungen führt. «Wir waren kritisch – und unsere Kritik hat Wirkung gezeigt. Jetzt ist es konsequent, Verantwortung zu übernehmen und das verbesserte Projekt zu unterstützen», sagt Mitinitiator Michael Sarbach, Kantonsrat St.Gallen. Wil West gilt aus Sicht der Gruppe als ökologisch sinnvollere Lösung, weil Arbeitszonen regional gebündelt und kompakt an einem gut erschlossenen Standort entwickelt werden, statt die Zersiedelung durch verteilte Neueinzonungen voranzutreiben. Voraussetzung für ein Ja sei jedoch eine konsequent klimaorientierte Verkehrspolitik mit verbindlichen flankierenden Massnahmen wie Verkehrslenkung, starkem öffentlichem Verkehr und Entlastung der Ortszentren.
Linda Bachmann
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